Ringersportverein Stendal 07

Der Ringersportverein Stendal 07

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

Nachdem im letzten Teil der Serie die Gründung des RSV Stendal 07 sowie die ersten Erfolge beschrieben wurden, geht es im heutigen Artikel um den Verein an sich und die sportlich wichtigen Ereignisse in den letzten Jahren.

Der Verein zeichnet sich durch sein Augenmerk auf die Nachwuchsförderung aus. Aktuell gibt es drei Trainingsgruppen. Bei den Kids werden die Grundlagen wie Beweglichkeit, Athletik und einfache Techniken gelegt. Die Trainer Mario Klitsch, Mario Paulsen und Tim Jacobs achten hier auf den fairen Umgang miteinander. Hier können die Kleinsten ab sechs Jahren wöchentlich einmal Sport treiben. Die Kinder treffen sich zweimal pro Woche. Trainer Dirk Müller arbeitet mit den Sportlern an technischen und taktischen Situationen. Im Männerbereich wird dreimal wöchentlich trainiert. Die Anwendung der Techniken aus verschiedenen Kampfsituationen steht hierbei im Vordergrund. Aber der Verein ist mehr als nur das Training. In jedem Jahr finden zwei Ferienfreizeiten statt. Im Winter begeben sich die Ringer in das Riesengebirge in der Tschechei und bewegen sich per Ski fort. Die Langlaufskier werden für Tagesfahrten und kleine Ausflüge benutzt. Aber auch die Abfahrt kommt nicht zu kurz. Im Sommer fahren die Ringer an verschiedene Orte. Viele Jahre ist man an die Ostsee gereist und konnte baden, toben und segeln. Im letzten Jahr arrangierte man dann wieder einen Ausflug an die Mecklenburgische Seenplatte, wo man mit Kanus unterwegs war.

Im Jahr 2011 holten Umar Chentiev, Jan Rotenburg und Jonas Berghoff Edelmetall bei den Landesmeisterschaften. Einen großen Anteil an den sportlichen Erfolgen der letzten Jahre hatte Kevin Lucht. Er startete bei mehreren nationalen Titelkämpfen und holte mehrere Medaillen bei internationalen Turnieren. Seit 2009 ringt Lucht beim RSV Stendal 07 unter der Anleitung von Thomas Feindt. Die vielen Erfolge und der Trainingseifer ermöglichte es dem Altmärker 2011 an die Hallenser Sportschule zu wechseln. Im dem Landesringerverband Sachsen-Anhalt nahm er an zahlreichen Turnieren im In- und Ausland teil und konnte sich dabei immer teuer verkaufen. So gewann er beim Word Sport Festival in Wien eine Silbermedaille, nahm bei Turnieren in Polen und auf Malta teil. Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften war er ein Garant für Edelmetall. Lucht holte sogar den ersten gesamtdeutschen Meistertitel nach Stendal. Bei der DM in Büdesheim 2012 zog er in das Finale ein und konnte Leon Schuler vom KSV Köllerbach (Saarland) nach Punkten besiegen. Die Freude war riesig. Mittlerweile ist Lucht zum KSV Pausa gewechselt und ringt sogar in der Bundesliga.

Umar Chentiev fand im Ringen seine Passion. Sein Trainer und Ziehvater Uwe Miklosch unterstützte ihn nach Kräften. So holte Chentiev fünfmal den Titel des Landesmeisters von 2011 bis 2016. Ein großes Kunststück gelang dem Stendaler 2012. Er holte den Mitteldeutschen Meistertitel im freien Stil in Neuseddin und sogar im griechisch-römischen Stil in Plauen.

 

Der RSV Stendal 07 wollte sich auch immer gut in der Öffentlichkeit präsentieren. So bereitete man einen Tag der offenen Tür 2012 und 2013 vor. Die Trainingsgruppen präsentierten im Ringerzentrum in der Erich-Weinert-Straße ihr Können und luden zum Mitmachen ein. Im Jahr 2013 gab es sogar einen Freundschaftskampf gegen die Männermannschaft vom Magdeburger SV 90. Beliebt war auch das Kistenklettern und die Geschicklichkeitsspiele.

Im Jahr 2014 wurden die Stendaler mit der Ausrichtung der Mitteldeutschen Meisterschaften der C- und D-Jugend im freien Stil sowie der weiblichen Schüler beauftragt. So machten sich 290 Sportlerinnen und Sportler aus Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf den Weg nach Stendal. Die Eröffnung des Mamutturniers übernahmen der Oberbürgermeister Klaus Schmotz sowie der Geschäftsführer des Landesringerverbandes Sachsen-Anhalt Bernd Radschunat und der Kampfrichterreferent René Wenzel. Fast 500 Kämpfe mussten ausgetragen werden. Aus Stendaler Sicht waren sie Silbermedaillen von Umar Chentiev und Ibragim Tataev, die vierten Plätze von Maximilian Ptak und Schamchan Chentiev sowie der fünfte Rang von Jonas Berghoff.

Nicht nur die Ringer gehören zum Ringkampf. Auch Kampfrichter sind auf den Matten aktiv und bewerten die Aktionen. Christoph Krumrey pfiff seit langem wieder Kämpfe für einen Stendaler Verein. Seit 2008 leitete er dann auch Partien in der Oberliga. Seine Bundeslizenz erhielt er 2014 und komm seit jeher auch in der Bundesliga und bei Deutschen Meisterschaften zum Einsatz. Er konnte Tim Jacobs dazu bewegen auch Kampfrichter zu werden. Dieser pfeift seit 2013 und war sogar schon mehrfach bei Mitteldeutschen Meisterschaften tätig.

Im letzten Teil der Serien finden Sie eine ausführliche Ankündigung zu den Mitteldeutschen Meisterschaften am 10. Juni in Stendal. Dort finden auch die Feierlichkeiten zu „10 Jahren RSV Stendal 07“ statt.

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