Ringersportverein Stendal 07

Karl Schulz wird Mitteldeutscher Meister

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

Am vergangenen Samstag fanden die offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der C- und D-Jugend im freien Ringkampf in der Lutherstadt Eisleben statt. Fast 200 Ringer machten sich auf den Weg, um die Besten zu ermitteln. Der RSV Stendal 07 holte sogar einen Titel in die Altmark.

Die Mitteldeutschen Meisterschaften sind für die C- und D-Jugend der Jahreshöhepunkt. In diesen Altersklassen gibt es noch keine Deutschen Meisterschaften. Mit diesem Wissen machte sich eine Delegation von drei Sportlern, zwei Trainern und zwei Kampfrichtern auf den Weg nach Eisleben. Fast 200 Sportler aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Hessen, Thüringen, Sachsen und ganz Sachsen-Anhalt taten es den Altmärkern gleich. Die Trainer Dirk Müller und Thomas Schulz wussten, dass es viele und qualitativ hochwertige Kämpfe auf den fünf Matten geben würde. Nun mussten die Stendaler Nachwuchsringer gut motiviert werden.

In der C-Jugend (11-12 Jahre) ging Abdul Tataev im Limit bis 34 Kilogramm über die Waage. Hier starteten insgesamt 16 Athleten. Als Vertreter des jüngsten Jahrgangs hatte er es besonders schwer. Im ersten Kampf gegen Abakar Magomedov (SC Roland Hamburg) konnte der Stendaler gegen den späteren Mitteldeutschen Meister zwar in der zweiten Runde aufdrehen und viele Angriffe abwehren, doch dies kostete ihm so viel Kraft, dass er in den folgenden Situationen Punkte abgab. So musste er mehrfach eine Spindel über sich ergehen lassen und gab jedes Mal zwei Punkte ab. Nach 3:19 Minuten verlor Tataev technisch unterlegen mit 6:22. In der nächsten Begegnung stand Said Deliev (RC Germania Potsdam) in der anderen Mattenecke. Gegen den physisch starken Brandenburger musste er sich auf Schultern geschlagen geben. Damit stand der elfte Platz fest. Im kommenden Jahr wird Tataev angreifen und weiter vorn dabei sein.

Zwei Sportler stellten sich der Konkurrenz in der D-Jugend (9-10 Jahre). Marius Potas musste zwei Niederlagen gegen Melchior Wojciechowski (RSV Hansa Frankfurt/Oder) und Konstantin Riesel (SV Luftfahrt Berlin) einstecken. Obwohl er viel gekämpft hat, hingen in der einen oder anderen Situation die Trauben bei diesem starken Teilnehmerfeld etwas zu hoch. Am Ende gab es den neunten Rang für ihn. In der Gewichtsklasse bis 54 Kilogramm ging Karl Schulz in ein nordisches Turnier („Jeder gegen jeden“), da vier Ringer sich in die Turnierlisten eintrugen. Im Auftaktkampf sicherte sich Schulz gegen Devon Altenburg (TSG Halle-Neustadt) nach 38 Sekunden einen souveränen Schultersieg. In der Begegnung gegen Max Dathe (RSK JK Gelenau) spielte der Stendaler seine physische Stärke aus – Schultersieg. Schulz konnte im letzten Kampf Kevin Rohl (1. Luckenwalder SC) noch im ersten Kampfabschnitt in die gefährliche Lage bringen und auf die Schultern drücken. Somit konnte er sich über den Titel des Mitteldeutschen Meisters 2018 freuen. So einen Erfolg gab es für den RSV Stendal 07 das letzte Mal 2015 in Werdau als Schamchan Chentiev und Lom-Ali Murzabkov die Titel gewannen.

Trainer Dirk Müller zeigt sich zufrieden mit dem Abschneiden in Eisleben: „Wir haben wieder einen Mitteldeutschen Meister – das ist schön. Karl hat endlich das gezeigt, was ich von ihm sehen wollte. Marius und Abdul haben gut gekämpft, aber es hat noch nicht für hohe Platzierungen gereicht. Hieran werden wir im Training arbeiten.“

Ein Dank gilt dem Autohaus Dehn für die Bereitstellung des Fahrzeugs und dem Kampfrichtern Tim Jacobs und Christoph Krumrey für ihren Einsatz im Drei-Mann-Kampfgericht.

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