Ringersportverein Stendal 07

Lucht bei Deutscher Meisterschaft

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

Jüngst fanden (03. – 05.06.2016) die Deutschen Meisterschaften der Männer im freien Ringkampf und der Frauen statt. Es waren 127 Ringerinnen und Ringer aus dem gesamten Bundesgebiet gekommen, um die besten unter sich zu ermitteln. Kevin Lucht vom RSV Stendal 07 stellte sich der starken Konkurrenz und holte den 13. Platz.

Kevin Lucht trainiert mittlerweile an der Hallenser Sportschule. Der heute 18-Jährige konnte 2012 den ersten gesamtdeutschen Meistertitel nach Stendal holen. Damals lieferte er einen souveränen Auftritt bei den Titelkämpfen der B-Jugend in Bingen ab. In den letzten Jahren holte Lucht dann immer wieder Medaillen bei nationalen und internationalen Turnieren. Im Jahr 2015 zog er dann wieder in der Finale bei den Kadetten in Mainz ein. Hier musste er sich Lars Schäfle (SV Freiburg-Haslach) nach Punkten beugen und wurde Vize-Deutscher Meister.

Mittlerweile ist er im Altersbereich der Junioren (17-20 Jahre) angekommen. Hier trifft Lucht auf viele starke Gegner, die oftmals auch über physische und taktische Vorteile verfügen. Bei den Titelkämpfen der Junioren im nordbadischen Kirrlach konnte er in diesem Jahr den 14. Rang erreichen.

Vor den Sommerferien stand jetzt noch ein anderer Termin auf dem Programm. Die Deutschen Meisterschaften der Männer im freien Stil und der Frauen wurden in Freiburg ausgetragen. Die Elite aus allen Landesorganisationen war für diese Event in das Breisgau gekommen. Kevin Lucht reiste mit einer Delegation der Sportschulen Halle und Leipzig nach Süddeutschland. Das Ziel bei diesem Wettkampf war in erster Linie das Sammeln von Erfahrungen im Altersbereich der Männer (17 Jahre und älter).

Das Turnier begann am Freitag mit dem Wiegen. Hier verlief alles nach Plan und der Altmärker konnte in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm an den Start gehen. Die DM wird nach dem internationalen Wettkampfsystem der direkten Eliminierung mit Hoffnungsrunde ausgetragen. Das bedeutet, dass Ringer nach nur einer Niederlage bereits ausscheiden können. „Von daher ist bereits jeder Kampf ein Endkampf“, weiß der Stendaler Kampfrichter Christoph Krumrey zu berichten. Nach dem Wiegen stand fest, dass Lucht 15 weitere Gegner in seiner Gewichtsklasse hatte. Im Auftaktkampf stand Matthias Schwarz (ASV Hüttigweiler) in der anderen Mattenecke. Der gestandenere Saarländer konnte seinen Kampfstil durchsetzen. Nur kleine Fehler macht Lucht – diese wurden jedoch sofort durch schnelles Umschalten und das Ausführen von Techniken bestraft. So verlor Lucht Punkt um Punkt. Nach dem erstem drei-minütigen Kampfabschnitt ging der Stendaler bereist mit Rückstand in die Pause. Hier wurde er vom Leipziger Stützpunkttrainer Florian Rau betreut. Doch nach 4:59 Minuten verlor Lucht technisch unterlegen ausgrund des Stands von 0:10.img_6916-1.jpeg

Nun hieß es bangen. Wenn Schwarz in das Finale einziehen würde, dann hätte Lucht die Chance über die Hoffnungsrunde in die Kämpfe um die fünften und dritten Plätze einzusteigen. Im Viertel finale scheiterte der Saarländer dann jedoch gegen Franco Büttner (1. Luckenalder SC) und schied aus dem Turnier aus. Damit war die DM auch für Lucht beendet. In der Endabrechnung kam er auf den 13. Platz. Dieses Resultat weiß der ehrgeizige Sportler selbst einzuschätzen: „Trotz des vergleichsweise schlechten Ergebnisses, habe ich mich wohl gefühlt bei den Titelkämpfen der Männer. Ab und zzu scheiterte ich an kleinen Details. Die werde ich nun im Training anpacken.“

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