Ringersportverein Stendal 07

Ringer machen sich selbstständig

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

Nachdem Sie in den letzten beiden Wochen eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Erfolge des Stendaler Ringkampfs seit Beginn der 1960er Jahre gelesen haben, steht nun die Geschichte des eigenständigen Ringervereins im Mittelpunkt. (Teil 3)

Am 02.05.2007 gründetet sich der RSV Stendal 07. Bei der Gründungsveranstaltung in den Räumlichkeiten des Kreissportbunds auf dem Galgenberg war der neu gewählte siebenköpfige Vorstand unter der Leitung von Björn Buchhorn (Vorsitzender), Rainer Stoll (stellvertretender Vorsitzender) und Christina Rotenburg (Kassenwart) sowie ein Gast anwesend. Man entschied sich bewusst für den Namen „Ringersportverein“. Das Ringen ist das zentrale Betätigungsfeld – gleichzeitig wollte man jedoch andere Sportarten im Verein nicht ausschließen.

Im Jahr 2007 gab es dann auch wieder der traditionelle Rolandpokal ausgetragen. Eine Besonderheit gab es dabei: Es wurde ein Männermannschaftskampf gegen Vertretung aus Dessau/Bitterfeld ausgetragen. Bei den Landesmeisterschaften holten Bill Kulbida, Tom Hellwig, Tony Kulbida, Chris Sagner, Kevin Lawrenz sowie Nancy Schreck Medaillen in die Altmark. Nancy Schreck zeigte dann bei den Mitteldeutschen Meisterschaften, wo sie nur gegen weibliche Konkurrenz antrat ihr ganzes Können und stand ganz oben auf dem Podest. Die C-Jugendlichen Chris Sagner und Kevin Lawrenz ergatterten sich Silbermedaillen bei den Mitteldeutschen Titelkämpfen. Somit ging es für beide zu den Deutschen Meisterschaften nach Unterföhring. Her kamen sie auf die Plätze 20 bzw. 13.

Zu Beginn des Jahres 2008 bahnte sich ein Höhepunkt an. Der neue Verein trug die Mitteldeutschen Meisterschaften der A- und B-Jugend in beiden Stilarten aus. Vier Matten mit einer jeweiligen Fläche von 10 mal 10 Metern lagen in der Sporthalle der Schillerstraße. Ein Stendaler Kampfrichter war bei diesem Event auch beteiligt. Christoph Krumrey wurde im Drei-Mann-Kampfgericht eingesetzt. Tony Kulbida kämpfte sehr und kam am Ende auf den vierten Rang. Für Nancy Schreck ging es zur Mitteldeutschen Meisterschaft nach Luckenwalde. Sie kam auf den vierten Platz. Für Chris Sagner und Kevin Lawrenz ging es wieder zu den nationalen Titelkämpfen. In Mühlheim an der Ruhr kamen sie mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage auf die Plätze 14 und 17. Im Sommer reiste man dann nach Dessau zum Rückkampf gegen die Wettkampfgemeinschaft (WKG) Dessau/Bitterfeld. An der Goitzsche fand ein Kampf der Männer unter freiem Himmel statt. Danach nutzte man den Tag zum gemeinsamen Ausklang.

Das Jahr 2009 brachte dann wieder Stendaler Teilnehmer zu den Landesmeisterschaften der Männer nach Nebra. Jan Rotenburg erreichte den vierten Platz mir unkonventionellen Aktionen. Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften gab es folgende Erfolge: Kevin Lawrenz (B-Jugend) holte Gold. Tony Kulbida (A-Jugend) konnte den vierten Platz für sich verbuchen. Nancy Schreck kam bei der weiblichen Jugend auf den sechsten Rang. Die Männer führten einen Freundschaftskampf gegen die WKG Dessau/Bitterfeld/Merseburg aus.

Nancy Schreck trainierte mittlerweile an der Sportschule in Luckenwalde. Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften erkämpfte sie gegen starke Konkurrenz die Bronzemedaille. Bei den Deutschen Meisterschaften beim ASV 1885 Freiburg konnte sie nicht ihre volle Leistung entfalten. Nach zwei Kämpfen belegte sie den neunten Platz. Das Frauen- und Mädchenringer hat sich seit dem Beginn der 1990er Jahren rasant entwickelt. Mittlerweile holen die Damen sogar viele Medaillen bei den internationalen Turnieren für Deutschland.

Im Jahr 2010 holten sich Tony Kulbida und Schamil Suleimanov Edelmetall bei den Landesmeisterschaften der A-Jugend und sogar bei den Mitteldeutschen Titelkämpfen. Der eigene Rolandpokal stand ganz im Zeichen der Feiern zum 60-jährigen Bestehen des Ringens in Stendal. Als Höhepunkt begrüßte man zahlreiche Ehrengäste und ehemalige Sportfreunde. Außerdem fand ein Freundschaftskampf der Kinder gegen eine Abordnung vom Magdeburger SV 90 statt. Mit der Hilfe von zahlreichen Unterstützern und Sponsoren war es möglich geworden, die offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der C- und D-Jugend im freien Stil in der Altmark auszurichten. Fast 200 Athleten aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt reisten an. Für den RSV stellten sich Jeremy Blümner, Robert Dick (beide D-Jugend), Enrico Krause, Halit Suleimanov, Kevin Lucht, Tim Jacobs, Rene Renner, Kim Steinberg und Alexander Wegele (alle C-Jugend). Mit einer sehr starken Leistung präsentierte sich Kevin Lucht. Im Finalkampf fehlte ihm nur ein bisschen Glück, so wurde er Vize-Mitteldeutscher Meister. Seit dem 06.10.2010 verfügt der RSV Stendal 07 über einen eigenen Trainingsraum. Das Ringerzentrum befindet sich in der Sporthalle in der Erich-Weinert-Straße hinter dem Arbeitsamt. Die komplette Sanierung der Sportstätte war nur mit Hilfe der Stadt Stendal möglich. Im Mattenraum haben nur die Ringer Zugang. Der Verein hat in den Folgejahren eine spezielle Mattendecke sowie Prellschutzwände installiert. Weiterhin befinden sich ein mittlerweile gut ausgestatteter Raum mit Kraftgeräten sowie die eigentliche Sporthalle in der Verwendung der Ringer mit anderen Sportvereinen und dem Mad-Club.

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