Ringersportverein Stendal 07

RSV Stendal 07 holt viele Medaillen

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

Der RSV Stendal 07 bietet eine der ältesten Sportarten der Welt an: das Ringen. Der Verein legt viel Wert auf die Entwicklung seines Nachwuchses. Diese konnte sich in der ersten Jahreshälfte gut verkaufen. Eine Zusammenfassung davon gibt es in diesem Artikel.

Im Januar fand ein Lehrgang mit rund 40 Kampfrichtern und Anwärtern sowie Listenführern aus Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt an der Landessportschule Osterburg statt. Tim Jacobs (Landeslizenz) und Christoph Krumrey (Bundeslizenz) vom RSV Stendal 07 bildeten sich hier im Regelwerk fort. Dies fand gleich Anwendung bei den offenen Landesmeisterschaften der Männer und Frauen sowie der A-, B- und C-Jugend. Dieses Turnier wurde von den Altmärkern ausgerichtet. Rund 150 Athleten aus dem gesamten Bundesland sowie aus Brandenburg kamen in die Sporthalle der Gagarin-Grundschule. Im freien Ringkampf waren die Stendaler besonders erfolgreich. Bei den Männer konnte sich Kevin Lucht (74 kg) den Titel sichern. Jan Rotenburg (86 kg) zog nach zwei Siegen in das Finale ein. Hier traf er in einem aktionsreichen Kampf auf Dima Blayvas (KAV Mansfelder Land). Gegen diesen Athleten musste sich Rotenburg technisch unterlegen geschlagen geben und holte die Silbermedaille. In der B-Jugend stellte der RSV Stendal 07 mit Umar Chentiev (42 kg) und Pascal Ode (46 kg) gleich zwei Goldmedaillengewinner. Fünf Sportler aus der Hansestadt stellten sich in der C-Jugend der Konkurrenz. In der Gewichtsklasse bis 34 Kilogramm kam es zum vereinsinternen Finale von Marten Wulfänger gegen Schamchan Chentiev. Chentiev behielt im Finale die Oberhand und wurde Landesmeister. Wulfänger erkämpfte den zweiten Platz. Djabrail Elzharkaev (38 kg) musste nordisch ringen („Jeder gegen jeden“). Mit zwei Schultersiegen und zwei Schulterniederlagen kam er auf den dritten Rang. Martin Akhaev musste sich nur Carl Keding (Magdeburger SV 90) und Tommy Henke (ESV Wittenberge) geschlagen geben – Bronzemedaille. Jonas Berghoff (46 kg) konnte im Finale Jonathan Birke (TSG Halle-Neustadt) auf beide Schultern legen und wurde somit Landesmeister.

Im Februar ging es für die Mattensportler in die Skiregion Harrachov in Tschechien. Die zehn Sportler lernten das Langlaufen und auch die Abfahrt kennen. Die Mitteldeutschen Meisterschaften bilden die nächst höheren Wettkampf. Die offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der Junioren und B-Jugend in beiden Stilarten wurden vom KAV Mansfelder Land ausgetragen. Der RSV Stendal 07 stellte mit Kevin Lucht (Junioren) und Umar Chentiev (B-Jugend) zwei Starter. Er legte mit drei Siegen fulminant los. Im Finale stand Muslim Kantaew (KFC Leipzig) in der anderen Mattenecke. Nach sechs Minuten Kampfzeit erklärte der Mattenleiter Lucht zum Sieger nach Punkten mit 10:5. Somit gewann der Stendaler den Titel des Mitteldeutschen Meisters. Nach drei Siegen und einer Niederlage stand Umar Chentiev im Finale um den dritten Platz. Hier traf er auf Marcus Dittmer (SV Sömmerda). Nach einem Take-Down und einer Bodentechnik konnte Chentiev seinen Gegner in der gefährlichen Lage halten und sogar schultern. Somit gewann er die Bronzemedaille.

Aber auch bei Pokalturnieren trugen sich die Altmärker in die Wettkampflisten ein. Der 23. internationale Petermännchen-Pokal in Schwerin brachte sogar Silber in der Teamwertung. Dazu trugen die guten Leistungen mit Medaillen von Umar Chentiev (B-Jugend), Jonas Berghoff (C-Jugend), Marius Potas, Adam Elzhurkaev, Felix Zürcher und  Karl Schulz (E-Jugend). Der RV Lübtheen richtete sein Frühjahrsturnier im Mai aus. Umar Chentiev, Martin Akhaev, Dzabrael Elzharkaev, Jonas Berghoff und Abdul Tataev holten Edelmetall und kamen mit einem Lächeln nach Hause.

Kevin Lucht ging auch bei den Deutschen Meisterschaften an der Start. Die Titelkämpfe der Junioren fanden im nordbadischen Kirrlach statt. Er verlor in der Auftaktbegegnung gegen Sven Menzel (RCGPotsdam) und schied im System der direkten Eliminierung aus 14. Platz. Bei der DM der Männer in Freiburg (Breisgau) traf Lucht auf sehr erfahrene Konkurrenten. Im Auftaktkampf stand Matthias Schwarz (ASV Hüttigweiler) in der anderen Mattenecke. Der gestandenere Saarländer konnte seinen Kampfstil durchsetzen. In der Endabrechnung kam Lucht auf den 13. Platz.

Im April fanden die Landesmeisterschaften der D- und E-Jugend im freien Ringkampf in Artern statt. Der RSV Stendal 07 reiste mit neun Sportler Richtung Kyffhäuser. Leon Wiezorreck (D-Jugend) gelang  der Einzug in das Finale um den dritten Platz. Hier drehte er Lange (ACG Artern) auf die Schultern und holte sich die Bronzemedaille. Weitere Platzierungen auf dem Podest erkämpften sich Tyler Thiele, Marius Potas, Adam Elzurkaev, Felix Zürcher und Karl Schulz (alle E-Jugend).K1024_20160416_152208 (1)

Einen weitere Höhepunkt bildet die Ausrichtung des eigenen Rolandpokals in Stendal. Über 100 Sportlerinnen und Sportler aus fünf Bundesländern reisten in die Altmark, um sich die begehrten Pokale zu sichern. Bereits zum 18. Mal konnte man dank der vielen Helfer und Sponsoren ein solches Turnier auf die Beine stellen. Vom RSV Stendal 07 stellten sich 19 Sportler, von denen 14 Medaillen ergattern konnten, dem Teilnehmerfeld. Auch im nächsten Jahr soll es wieder einen Rolandpokal geben.

Die Mitteldeutschen Meisterschaften der C- und D-Jugend mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern richtete der SV Braunsbedra im Juni aus. Der RSV Stendal 07 schickte Jonas Berghoff in der C-Jugend in das Titelrennen. Nach zwei Begegnungen stand der Einzug in das Finale um Bronze fest. Hier kam es zur Begegnung mit Max Marten Lüttge (SV Warnemünde). Der Küstenringer packte beherzt zu und führte einen Take-Down aus. Im Anschluss konnte Berghoff die Attacke nicht kontern und verlor auf Schulter. Das Endresultat war der undankbare vierte Rang.

Die Sportlerinnen und Sportler des RSV Stendal 07 erholen sich nun in den Sommerferien und freuen sich schon wieder auf das Training im neuen Schuljahr. All das wäre ohne die zahlreichen fleißigen Trainer nicht möglich. Ihnen soll an dieser Stelle für ihren Einsatz gedankt werden.

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