Ringersportverein Stendal 07

Schwere Jahre und Stabilisierung

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

Im letzten Teil der Serie haben wir Ihnen die Geschichte des Ringens in Stendal mit den großen Erfolgen seit den 1960er Jahren nahegebracht. Die Veränderungen des politischen Systems mit der Wende führten auch zu starken Veränderungen im Sport. Dies wird in der heutigen Episode gezeigt. (Teil 2)

In den Jahren vor der Wende führte lange Zeit Sportfreund Werner Kahrstedt die Abteilung Ringen. Ihm ist es zu verdanken, dass die Abteilung Ringen auch in schwierigen Zeiten weiter bestehen konnte. Im Jahr 1992, als die Abteilung Ringen fast an den „Nach-Wende-Wehen“ zerbrechen wollte, nahm Björn Buchhorn als Übungsleiter und gleichzeitig als Abteilungsleiter die Fäden in die Hand und brachte wieder Leben in die Abteilung. Mittlerweile waren die Mattensportler eine Abteilung des ESV Lok Stendal geworden. Ein besonderes Augenmerk legte Buchhorn immer auf die Förderung des Nachwuchses. Aus diesem Grund entschied man sich auch einen eigenen Wettkampf durchzuführen. Das Turnier um den Rolandpokal wurde erstmals 1993 ausgetragen. Dafür gab es für die ESV-Ringer wiederholte Anerkennung für gute Organisation und Durchführung der Wettkämpfe von den teilnehmenden Mannschaften sowie auch vom Landesringerverband. Im Jahr 1994 richteten die Stendaler die Landesmeisterschaften der C-Jugend aus, 1995 sogar die Mitteldeutschen Meisterschaften der D-Jugend. Der Rolandpokal ist mittlerweile schon zur Tradition geworden und zieht immer wieder zahlreiche Ringer aus mehreren Bundesländern in die Altmark. An die Spitzenteilnahme vom 2. Rolandpokal 1994 mit 177 Sportlern aus 12 Vereinen anknüpfend, wurde das 4. Freistilturnier um den Rolandpokal am 11. Oktober 1998 erstmals in der neuen Sporthalle der Berufsschule durchgeführt. Somit konnten neue Dimensionen für die Austragung von Ringerturnieren in Stendal gelegt werden. Immer wieder gewannen die Schwerathleten durch ihre geschlossene Teamleitung nach die Mannschaftswertung.

Die sportlichen Erfolge kamen durch hartes Training. David Eggestein holte 22 Medaillenplätzen für den Verein. Bei zwei Teilnahmen an Deutschen Meisterschaften (1995 und 1996) brachte er einen 8. sowie einen 7. Platz mit nach Hause. Jan Rotenburg zählt zu den erfolgreichsten Ringern des ESV. Er konnte allein 20 Siege, 13 Silbermedaillen und siebenmal Bronze auf seinem Erfolgskonto verbuchen. Bei den Deutschen Meisterschaften 1996 in Münster konnte er sich nach 5 Siegen und nur einer Niederlage die Bronzemedaille sichern. In Werdau errang er 1998 bei den Deutschen Meisterschaften einen 7. Platz. Diese makellose Bilanz war Anlass dafür, dass er bereits zweimal durch den Oberbürgermeister der Stadt Stendal und einmal durch den Landrat ausgezeichnet wurde. Aber auch die anderen Stendaler konnten immer wieder bei Turnieren auf sich aufmerksam machen. Zahlreiche Medaillen gewannen unter anderem Marcel Ehm, Sebastian Thiele, Enrico Schwarz, Thomas Karow, Sören Kohlert, Stefan Moebes, Filipp Wecker, Oliver Horst, Martin Bindemann und Björn Philipp. Auch bei internationalen wettkämpfen schlug man sich nicht schlecht. Beim 32. internationalen Salzgitter-Turnier holten die Altmärker mehrere Medaillen: Jan Rotenburg wurde Erster. Silber ging an Thomas Karow und David Eggestein. Enrico Schwarz holte Bronze.

Der Ausbau des Trainingsbetriebs wurde auch immer weiter vorangetrieben. Björn Buchhorn konnte Thomas Feindt dafür gewinnen, so dass das Training auch in verschiedenen Trainingsgruppen möglich war. Im Jahr 1997 konstituierte sich ein neuer, relativ junger Vorstand mit dem Abteilungsleiter Björn Buchhorn, mit Kassenwart Christina Rotenburg und Jörg Paufler und Thomas Feindt. Weiterhin stand die Nachwuchsarbeit an der Spitze. Die Mitgliederzahl pendelte sich auf 50 ein, davon sind 35 Kinder und Jugendliche aktiv. Das Training wurde in zwei Hallen ein- bis dreimal in der Woche durchgeführt.

Beim fünften Rolandpokal 2001 kam man in der Teamwertung auf den vierten Platz. Dazu trugen mit Medaillen Christian Kunick, Alexander Kreisel, Enriko Szymanski, Philipp Wecker, Stephan Moebes und Tony Kulbida bei. Tim Sagner und Bill Kulbida wechselten 2004 an die Hallenser Sportschule. Tony Kulbida wurde Landesmeister und qualifiziert sich für die Mitteldeutschen Meisterschaften in Magdeburg. Bill Kulbida konnte seine physischen und ringerischen Fähigkeiten weiter verbessern und nahm mehrmals an nationalen Titelkämpfen teil. Bei den Deutschen Meisterscahften belegte er 2005 und 2007 in Mühlheim jeweils den vierten Platz.

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