Ringersportverein Stendal 07

Stendaler Kampfrichter bereit

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

Am 12.01. – 13.01.2019 fand der Lehrgang der Kampfrichter und Listenführer des Landesringerverbands Sachsen-Anhalt (LRV) statt. In der Landessportschule in Osterburg hat man sich über den neusten Stand informiert.

Am Samstagmorgen begrüßte der KR-Referent des LRV, René Wenzel, die Teilnehmer. Mehrere Lernwillige machten sich das erste Mal auf den Weg zu diesem Lehrgang. Somit entstand eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Kampfrichtern. Zu den erfahrenen Mattenleitern zählten auch die beiden Stendaler Tim Jacobs und Christoph Krumrey. Das erste Mal an diesem Lehrgang nahm Hamid Sadeghy teil. Er will in Zukunft bei Kinderturnieren auch auf die Matten gehen. Als Listenführer war Thomas Schulz mit von der Partie.

Dann begann der Nervenkitzel. Die jährliche Theorieprüfung stand auf dem Programm. Es mussten Fragen aus dem Fragenkatalog beantwortet und Punktzettel korrekt anhand von Kampfsituationen ausgefüllt werden. Stefan Mildner übernahm anschließend und erläuterte die Eingabe von Punkten in die Wettkampfsoftware.

Nach dem Mittagessen wurden die Resultate der Prüfungen bekannt gegeben. In der Auswertung wurde von Seiten der Kampfrichterkommission die Anwendbarkeit des Fragenkatalogs auf die Praxis betont. Im Anschluss präsentierte René Wenzel theoretische Grundlagen zur Bewertung von Aktionen im griechisch-römischen Stil und im Freistil. Der Umgang mit Passivität auf der Matte wurde thematisiert. Auf der Matte zeigten die erfahrenen Kampfrichter dann wie man als Kampfrichter im Drei-Mann-Kampfgericht agiert. Weitere Lektionen in der Praxis bildeten die Bewertung von Aktionen in der Passivitätszone, die angeordnete Bodenlage und negatives Ringen.

Christoph Krumrey nutzte den Nachmittag für die Videoanalyse. Er hatte im vergangen Jahr Fotos und Videos von Einsätzen im LRV aufgenommen. Gemeinsam werteten die Kampfrichter nicht nur die Bewertung von Aktionen, sondern auch das Auftreten der Kampfrichter aus. René Wenzel wertete im nächsten Schritt mit allen Kampfrichtern, die in der letzten Saison Ligakämpfe geleitet haben, besondere Vorkommnisse aus. Man besprach Änderungen für die diesjährige Saison. Parallel dazu analysierten die Listenführer gemeinsam das neuste Software-Update und sprachen Probleme an.

Am Abend wurde dann die Bowlingbahn unsicher gemacht. Zusammen konnten die Teilnehmer an den Bahnrekorden kratzen.

Der Sonntag war geprägt von organisatorischen Inhalten. Dies betraf beispielsweise die kommenden Einsätze bei Landes- und Mitteldeutschen Meisterschaften. Der Inhaber der Goldenden Pfeife, Eberhard Probst, beschrieb die manuelle Listenführung. Das Eintragen der Paarungen und welcher Ringer welches Trikot trägt, wurde gemeinsam geklärt. Abschließend zeigte die Kampfrichterkommission auf, was wichtig für die Tätigkeit als Respektsperson auf der Matte ist.

Jacobs und Krumrey haben sich beim Lehrgang gut verkauft und sind auf dem neusten Stand der Regeln. Sie dürfen neben Landesmeisterschaften auch bei Mitteldeutschen Meisterschaften eingesetzt werden. Krumrey besitzt die Bundeslizenz und wird ab März auch wieder bei den Deutschen Meisterschaften aktiv sein. Für Sadeghy heißt es bei den nächsten Wettkämpfen sich als Kampfrichter auszuprobieren.

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