Vom Ski-Fahren und einem Mitteldeutschen Meister

2. September 2018 Aus Von rsv

Der RSV Stendal 07 nimmt mit seinen Nachwuchssportlern an vielen Turnieren teil. Nachdem das erste Halbjahr 2018 abgeschlossen ist, gibt es nun einen Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse. Es hat sich viel getan …

Im Januar fand in der Osterburger Sportschule der Lehrgang des Landesringerverbands Sachsen-Anhalt für die Trainer, Kampfrichter und Listenführer statt. Die Trainer erläuterten verschiedene Kombinationen von Techniken sowohl im freien (Angriffe am ganzen Körper) als auch im griechisch-römischen Stil (Angriffe zwischen Scheitel und Hüfte). Der sinnvolle Aufbau von Trainingseinheiten bildete einen weiteren Schwerpunkt. Tim Jacobs und Christoph Krumrey wurden bei den Kampfrichtern durch Präsentationen, die Analyse von Videosequenzen und Arbeit auf der Matte mit den neusten Regelanpassungen vertraut gemacht. Vor allem im griechisch-römischen Stil veränderte sich der Umgang mit Passivitäten und Verwarnungen wegen negativen Ringens. Für Jonas Berghoff begann das Turnierjahr mit den offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der Junioren und B-Jugend. Fast 200 Sportler aus neun Bundesländern reisten nach Werdau, um die Besten unter sich zu ermitteln. Das Endresultat für Berghoff war der dritte Rang.

Der Februar begann für die Mattensportler bei der Ferienfreizeit in Tschechien. Manche Sportler standen das erste Mal auf Langlaufskiern. Ein Höhepunkt war die Tageswanderungen zur Labska Bouda. Für die Mühen des Aufstiegs wurden die Kinder mit einem wunderschönen Ausblick, sehr klarer Luft und einem heißen Kakao belohnt. In der zweiten Wochenhälfte gab es dann Abfahrtsskier. Damit wurden mehrere Pisten unsicher gemacht. Eine schöne Woche ging viel zu schnell zu Ende. Bei den Landesmeisterschaften in Halle konnten sich die Stendaler erfolgreich präsentieren. Azis Hassou (Männer) holte sich die Bronzemedaille. Jonas Berghoff (B-Jugend) wurde nach zwei Kämpfen souverän Landesmeister. Leon Wiezorreck (B-Jugend) musste sich nur Max Neubert (AC Germania Artern) geschlagen geben und wurde Zweiter.

Im März richtete der RSV Stendal 07 seinen eigenen Rolandpokal aus. Insgesamt 116 Sportlerinnen und Sportlern aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und ganz Sachsen-Anhalt reisten an. In diesem Jahr nahm auch eine Delegation aus Koszalin in Polen an dem Turnier teil und machte es zu einem internationalen Wettkampf. In der Mannschaftswertung kam der RSV Stendal 07 mit seiner geschlossenen Leistung auf 103 Punkte und damit auf den zweiten Platz. Die Ringer des Roten Sterns Sudenburg belegten mit 119 Punkten in ersten Platz.

Die Fassade des Ringerzentrums in der Erich-Weinert-Straße wurde neu gestaltet. Mit der Unterstützung von KinderStärken e. V. konnte eine Projektgruppe um Thomas Schulz die Ideensammlung und Umsetzung organisieren. Unter dem Titel „Colors of the Sport/Farben des Sports“ wurde das Projekt bewilligt und die integrative und demokratische Arbeit des RSV Stendal 07 belohnt. Im April wurde es dann ernst. Mit dem Graffiti-Künstler Michael Braune konnte ein professioneller Anleiter für die Gestaltung der Fassade gewonnen werden. Die Ringer zeichneten und malten das neue Motiv: eine Kampfszene von internationalen Titelkämpfen.

Die Landesmeisterschaften der D- und E-Jugend wurden im April in Merseburg ermittelt. Leider konnte man aufgrund von Krankheiten und Verletzungen nicht so viele Sportler wie gewollt an den Start bringen. Am Ende sah der zufriedene Trainer Mario Paulsen zwei Stendaler auf dem Podest: Marius Potas (D-Jugend) holte Bronze, für Tyler Thiele (E-Jugend) gab es Silber. Der RSV Stendal 07 hat im April eine neue Matte bekommen. Diese wurde mit einem Festakt und dem erstmals ausgetragenen Wrestling Tournament der Öffentlichkeit präsentiert. Die Finanzierung der 10 x 10 Meter großen Matten und der Mattendecke im aktuellen Farbkonzept erfolgte über den im vergangen Jahr zum 10-jährigen Vereinsjubiläum gestarteten Mattenmarathon. Zur Einweihung der neuen Matte zeigten die Nachwuchsringer von Dirk Müller, was sie im Bereich Athletik und Technik bereits können. Die Moderation übernahmen Thomas Schulz und Stev Berghoff. Anschließend wurden Kämpfe von Stendaler Sportlern aus dem Jugend- und Männerbereich gegen Athleten des Magdeburger SV90 ausgetragen. Das Team um Jan Rotenburg, Azis Hassou, Bill Kulbida, Abdolhamid Sadeghy, Jonas und Stev Berghoff sorgte für einen hart umkämpften und knappen Sieg für die Stendaler.

Im Mai waren fast 200 Sportlerinnen und Sportler von 20 Vereinen aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt nach Wittenberge zum Sparkassenpokal gereist. Medaillen wurden von folgenden Athleten in die Altmark geholt: Abdul Tataev (C-Jugend), Clemens Müller, Hussein Murzabekov und Karl Schulz (alle D-Jugend). Zeitgleich wollten sich die B-Jugendlichen beim 22. Sömmerdaer Unstrutpokal beweisen. Majrbek Nakhadziev holte den zweiten Platz, Jonas Berghoff wurde Erster.

Im Juni fanden die Mini Olympics in Halle statt. Alle fünf Teilnehmer holten eine Medaille. Somit gab es viel Selbstbewusstsein für den Jahreshöhepunkt. Die Mitteldeutschen Meister der C- und D-Jugend wurden in der Lutherstadt Eisleben ermittelt. Fast 200 Sportler aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Hessen, Thüringen, Sachsen und ganz Sachsen-Anhalt trugen sich in die Turnierlisten ein. Karl Schulz (D-Jugend) spielte in seinen beiden Begegnungen seine physische Stärke aus. Er stand ganz oben auf dem Podest und holte die Titel in die Hansestadt. Das ist ein großer Erfolg für die Stendaler.

In den Sommerferien erholen sich die Ringer. Im neuen Schuljahr werden sie dann wieder trainieren und nach Titeln greifen. Weitere Informationen zum Verein finden Sie unter www.ringen-stendal.de.