Ringersportverein Stendal 07

Von den Anfängen zu den großen Erfolgen

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

In diesem Jahr feiert der RSV Stendal 07 sein zehnjähriges Bestehen als eigenständiger Verein. Die Geschichte des Ringens in Stendal ging jedoch viel früher los. Aus diesem Grund wollen wir Ihnen jeden Donnerstag ein Stück davon vorstellen.

Die Sektion der Betriebssportgemeinschaft Lokomotive Stendal wird im Dezember 1960 von Bernd Eich gegründet. Zu Beginn verfügte man weder über Räumlichkeiten zum Üben noch über das nötige Equipment. Aber Eich war voller Tatendrang. Er versuchte aus den gegebenen Bedingungen das Beste heraus zu holen. Bereits 1961 zeigten sich erste Erfolge mit dem Abräumen von drei Bezirksmeistertiteln.

Mit Horst Stottmeister brachten die Stendaler einen großartigen Athleten hervor. Er lernte in der Altmark die Grundlagen und wechselte später zum Sportclub Leipzig. Stottmeister gewann einen grandiosen zweiten Platz beim internationalen Werner-Seelenbinder-Turnier in Leipzig 1963. Auf nationaler Ebene brauchte sich Stottmeister nicht zu verstecken. Sechsmal konnte er den Titel des DDR-Meisters einheimsen. Dank dieser Leistungen ging er auch international für die DDR an den Start. Er konnte viele Medaillen bei internationalen Turnieren für sich verbuchen. Bei Weltmeisterschaften gewann er dreimal die Silbermedaille und holte 1970 und 1975 sogar den Titel des Europameisters. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München und 1976 in Motreal gewann er vierte Plätze. Insgesamt kann man ohne jeden Zweifel feststellen, dass Stottmeister zur absoluten Weltspitze des Ringens gehörte.

Siegfried Müller gewann 1964 bei den DDR-Meisterschaften der Schüler den zweiten Platz für die BSG Lok Stendal. Vorher wurde er Bezirksmeister. Im gleichen Jahr weilte man bei der Pionierolympiade in Karl-Marx-Stadt. Erich Nehl konnte sich im Einzelwettbewerb die Goldmedaille sichern. In der Mannschaftswertung kam man auf den siebten Platz. Die Stendaler Ringer erkämpften 1965 den Mannschaftstitel bei der Bezirksspartakiade. Besonders stolz zeigt man sich über einen 6:4-Sieg im internationalen Freundschaftsvergleich mit Honvecl Bundapest.

Bei der zentralen Spartakiade in Berlin belegten Norbert Stern, Jürgen Soisson, Klaus-Dieter Gbur und Lutz Salomon die Plätze zwei bis fünf. 1966 holte man schon zehn Bezirkstitel nach Stendal. Beim viel beachteten Werner-Seelenbinder-Turnier in Leipzig wurde Uwe Miklosch Zweiter.

Im Trainingsjahr 1979/80 holten die Stendaler 13 Bezirksmeistertitel durch Ronald Pagel, Harald Titze, Mario Klitsch, Olaf Franke, Rainer Stoll, Jens Raßmuß, Andreas Buchhorn, Frank Seeger, Andreas Rückschlag und Björn Buchhorn. Auch bei der Bezirksspartakiade konnten sich die Erfolge der Stendaler sehen lassen. Gold gab es für Frank Seeger und Mario Klitsch. Silber holte Rainer Stoll und Andreas Rückschlag. Bronze ging an Michael Kania, Mario Soisson und Ronald Pagel. Bei den Gruppenwettkämpfen im DDR-Maßstab holte Thomas Pluntke den ersten Patz und Andreas Rückschlag Rang fünf. Bei den DDR-Meisterschaften gewann Andreas Buchhorn die Silbermedaille. Frank Seeger holte Bronze.

Anfang der 1980er Jahre leitete Jürgen Grabensdorf seit 15 Jahren die Geschicke im Trainingszentrum mit vollem Einsatz. Er war Übungsleiter der Stufe vier. Zum Ringen kam er über seinen Sohn, der das Training besuchte. Er konnte regelmäßig Sportler zum Sportclub delegieren. 1983 wurde Jürgen Grabensdorf für seine langjährige und verdienstvolle ehrenamtliche Tätigkeit im Deutschen Turn- und Sportbund der Deutschen Demokratischen Republik als vorbildlicher Übungsleiter ausgezeichnet. Sozusagen als Geschenk dafür gab es Erfolge bei der zentralen Spartakiade in Leipzig: Andreas Rückschlag wurde Dritter und ging an die Kinder- und Jugendsportschule Leipzig. Mario Paulsen holte den vierten Rang. Uwe Klawitter, Detlef Bowe und Jonny Soisson wurden neue Übungsleiter und halfen beim Abdecken des Trainings.

Frank Seeger holte große Erfolge in die Altmark. Er wurde 1984 DDR-Meister und 1985 Vize-Meister. Mitte der 1980er Jahre hatte die Sektion über 100 Mitglieder. Sektionsleiter waren bis dahin Bernd Eich, Wolfgang Born, danach Silvia Nehl und dann Jürgen Grabensdorf.

Im Jahr 1986 gewann Marco Gast zwei Bezirksmeistertitel. Er holte auch die DDR-Vizemeisterschaft in beiden Stilarten und wechselte zur Kinder- und Jugedsportschule Leipzig. Ein Trainingslager wurde vor der Saison 1986/87 zur Vorbereitung in Märkisch-Buchholz durchgeführt.

Marco Leseke nahm 1987 an der DDR-Spartakiade teil und ging an die KJS Leipzig. Jürgen Grabensdorf war aus gesundheitlichen nicht mehr Leiter des Trainingszentrums, Nachfolgerin wurde seine Frau Waltraud. Grabensdorf bliebt weiterhin Übungsleiter. Das Training wird nun auch durch Mario Paulsen, Dirk Müller und Thomas Müssig durchgeführt.

Im Teil 2 werden dann die sportlichen Erfolge seit in den 1990er und 2000er Jahren vorgestellt.

 

Horst Stottmeister

Jahr Wettkampf Platz Altersklasse Ort
1966 DDR-Meisterschaft 1 A-Jugend Aue
1966 DDR-Meisterschaft 1 Junioren Schwerin
1968 DDR-Meisterschaft 1 Junioren Jena
1970 Europameisterschaft 1 Männer Berlin
1970 Weltmeisterschaft 4 Männer Edmonton
1971 DDR-Meisterschaft 1 Männer Halle
1971 Weltmeisterschaft 2 Männer Sofia
1972 Olympische Spiele 4 Männer München
1973 DDR-Meisterschaft 1 Männer Cottbus
1973 Europameisterschaft 2 Männer Lausanne
1973 Weltmeisterschaft 2 Männer Teheran
1974 DDR-Meisterschaft 1 Männer Luckenwalde
1974 Europameisterschaft 3 Männer Madrid
1975 Europameisterschaft 1 Männer Ludwigshafen
1975 Weltmeisterschaft 2 Männer Minsk
1976 Olympische Spiele 4 Männer Montreal

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