Ringersportverein Stendal 07

Zürcher wird Vize-Mitteldeutscher Meister

Geschrieben von rsv am in Neuigkeiten

Am vergangenen Samstag fanden die offenen Mitteldeutschen Meisterschaften im freien Ringkampf für die C- und D-Jugend in Stendal statt. Über 200 Ringer aus vielen Teilen Deutschlands waren angereist, um die besten zu ermitteln. Der RSV Stendal 07 konnte eine Medaille einheimsen.

Der Landesringerverband Sachsen-Anhalt hat dem RSV Stendal 07 die Aufgabe übergeben, diese Meisterschaft auszurichten. Es waren 211 Sportler aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und ganz Sachsen-Anhalt dazu angereist. Die Eröffnung wurde durchgeführt vom Oberbürgermeister Klaus Schmotz, der die Ringer auf faire Kämpfe einstimmte. Die Altmärkischen Nachwuchssportler wurden von den Trainern Dirk Müller und Mario Klitsch an den Matten betreut. Insgesamt schickte man sechs Ringereleven in das Titelrennen. Die Kämpfe zeugten von einem starken kämpferischen Niveau.

Zwei Athleten haben sich in der C-Jugend bewiesen. Marten Wulfänger und Leon Wiezorreck trugen sich in die Turnierlisten bis 42 Kilogramm ein. Beide sind im ersten Jahr in dieser für sie neuen Altersklasse und entsprechend hoch hangen die Trauben. Nach jeweils zwei Schultersiegen mussten sie sich geschlagen geben und kamen auf den 18. Rang.

Die anderen vier Sportler stellten sich der Konkurrenz in der D-Jugend. Marius Potas (34 kg) traf im Auftaktkampf auf den späteren Vize-Meister Raphael Titze (AV Jugendkraft Zella-Mehlis). Nach einem Moment der Unaufmerksamkeit befand der Stendaler sind in der Bodenlage, wurde in die gefährliche Lage gedreht und musste sich auf Schultern geschlagen geben. In der nächsten Begegnung machte Potas schnellen Prozess mit Louis Mutz (RV Lübtheen) und holte den Schultersieg. Der technisch versierte Oskar Kolokno (RV Thalheim) stand als nächster Gegner fest. Potas fand kein geeignetes Mittel gegen die Angriffe des Sachsen und musste sich in der ersten Runde geschlagen geben. In der Endabrechnung kam er auf den zehnten Platz. In der Gewichtsklasse bis 42 Kilogramm gingen zwei Altmärker

über die Waagen. Karl Schulz startete mit einem Schultersieg über Alex Pfestorf (SV JK 03 Albrechts) in das Turnier. Es folgten zwei Niederlagen und damit der siebte Rang. Hussein Murzabekov konnte sich mit zwei Schultersiegen und zwei Schulterniederlagen den dritten Platz in seinem Pool erkämpfen. Somit zog er in das Finale um den fünften Platz ein. Hier traf er auf Jonas Guthke (RC Germania Potsdam). Beide Ringer punkteten. Es gab Angriffe und Konter. Sie verteidigten sich mit viel Kraft. Am Ende konnte der Potsdamer jedoch eine Standtechnik ansetzen, aus der sich Murzabekov nicht mehr befreien konnte – Schulterniederlage. Dafür gab es den sechsten Platz von elf Teilnehmern in dieser Gewichtklasse. Felix Zürcher startete in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm. Er zog ungefährdet in das Finale gegen Halim Gataev (SC Roland Hamburg) ein. Hier konnte er leider nicht mithalten und musste such auf Schultern geschlagen geben. Somit erreichte der Stendaler den zweiten Platz. Bei der Siegerehrung wurde ihm die Silbermedaille von Katrin Kunert (Die Linke), welche den Verein gern unterstützt hat, verliehen.

Trainer Dirk Müller weiß die Leistung seiner Schützlinge einzuordnen: „Die Kinder sind alle im ersten Jahrgang ihrer Altersklassen. Da fällt es schwer oben mitzumischen. Ich freue mich über jeden Sieg heute.“

Die Mitteldeutschen Meisterschaften konnten von den Stendaler mit Hilfe der elektronischen Leistenführung von der Anzeigen per TV-Gerät an den Matten durchgeführt werden. Letzteres ist nicht Standard bei solchen Turnieren. Neben der Meisterschaft fanden auch die Feierlichkeiten zur zehnjährigen Selbstständigkeit der Ringer statt. Viele Sponsoren und ehemaligen Sportler machten sich einen Eindruck von der geleisteten Arbeit. Der Vereinsvorsitzende Björn Buchhorn war zufrieden mit dem Turnier sowie den Feierlichkeiten und betonte: „Die Ausrichtung eines solchen Events ist nur durch die Unterstützung von den vielen tatkräftigen Mitgliedern, Freunden, Familien und natürlich Sponsoren möglich. Wir möchten uns dafür herzlich bedanken.“

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